Lieber glücklich mit Pausen

Pause Perfektionismus
Lieber glücklich von A bis Z - Primeln (Foto: pixabay.com @herbert2512)

Lieber glücklich von A bis Z - Teil 16

 

Heute geht es weiter mit Beiträgen zum Buchstaben P.

Lasst euch inspirieren zu den folgenden Themen:


Pause Ruhe Innehalten Gastbeitrag Christa Ostertag #Pause

"Pause... Pause... Pause"

von Christa Ostertag

 

Pause, was bedeutet das?

 

Als wir Kinder waren wussten wir das noch ziemlich gut: Raus auf den Schulhof, rennen, toben, spielen, Pausenbrote essen. An die Unterrichtsstunden erinnere ich mich wenig, an die Pausen viel mehr.

 

Und heute? Wie ist das heute im Erwachsenenalter mit den Pausen? Gönnen wir uns Pausen? Oder ist es erst wieder soweit wenn der Körper schlapp macht und um Hilfe schreit „halt, ich brauche eine PAUSE!!“?

 

Pause, das bedeutet auch innehalten, warten, nichts tun.

 

Wenn wir neue Dinge lernen, da braucht es oft viele Pausen.

 

Ich denke, ich tue, ich pause.

 

Es ist der Intervall zwischen der Aktivität der eine Pause markiert.

 

Warum wohl ist gerade dieses Zeichen II das internationale Symbol für „Pause“, dieser parallele Doppelstrich?

 

Genau, es geht um die Leere dazwischen. Sie beinhaltet das Verinnerlichen, was nichts anderes bedeutet als dass neue Nervenbahnen miteinander verknüpft werden und ich (oder vielleicht besser gesagt, mein Gehirn) assimiliere neues Wissen.

 

Auch der Schlaf bedeutet eine Pause zwischen unseren alltäglichen Aktivitäten.

 

Und manchmal genügt schon eine minutenkurze und bewusst geschaltete

 

II Pause II

 

um unsere Emotionen und Denkprozesse in eine andere, positivere Richtung zu lenken.

 

 

Liebe/r Leser/in Ich lade Sie dazu ein, öfter mal eine Pause zu machen.

 

Viel Vergnügen dabei!

 

Christa Ostertag

https://www.facebook.com/Kinesiologiaintegralveracruz/

 

 


"Der Gebildetet treibt die Genauigkeit nicht weiter, als es der Natur der Sache entspricht." Aristoteles Zitat, Gastbeitrag Moritz Bauer zu Perfektionismus, Blogreihe "lieber glücklich von A bis Z" Katja Otto, Berlin blog #Perfektionismus #Blog #Loslassen

"Perfektionismus loslassen: In 2 einfachen Schritten"

von Moritz Bauer

 

Kennst du das Gefühl alles perfekt machen zu müssen?

 

Dass du keine Fehler machen darfst, weil du sonst ein Versager bist?

 

Dass du den perfekten Körper haben musst, um geliebt zu werden?

 

Perfektionismus kann uns schon mal so richtig den Tag vermiesen. Doch das muss nicht sein. Mit ein bisschen Übung kannst du lernen, deinen Perfektionismus loszulassen und dem Leben mit mehr Leichtigkeit zu begegnen.

 

Ich geb dir zwei Tipps mit an die Hand, die du einfach und leicht in deinen Alltag integrieren kannst. Außerdem zeige ich dir auf, was der Unterschied zwischen positivem und negativem Perfektionismus ist.

 

Perfektionismus ist nicht gleich Perfektionismus

 

Jetzt denkst du dir vielleicht, was soll schlecht daran sein, alles richtig und gut machen zu wollen? Da stimme ich dir zu. Zuerst einmal ist nichts Falsch daran, deine Aufgaben gut erledigen zu wollen. In manchen Berufen zum Beispiel, ist es fast unumgänglich zu wachsen und besser werden zu wollen. Niemand möchte einen Chirurgen haben, der keine Ahnung hat von dem was er tut und seine OPs nur halbherzig und unkonzentriert macht. 

 

Doch es gibt den Punkt, wo das Streben nach Perfektion ungesund wird. Nämlich dann, wenn es uns unglücklich macht. Wenn wir eine so unrealistische Vorstellung von uns selbst haben, wie wir sein sollen, dass wir diese unmöglich erreichen können.

 

Ungesund wird es dann, wenn wir uns minderwertig und schlecht fühlen, wenn wir Fehler machen. Wenn wir uns selbst unter enormen Druck setzen und uns dadurch überfordern. Wenn wir uns selbst klein reden und uns nichts mehr zutrauen. Langfristig kann dies zu Burnout oder Depression führen.

 

Perfektionismus kann sich auch negativ auf deine Arbeit auswirken. Nämlich dann, wenn du zum Beispiel einen Bericht abgeben musst, den aber nie abgibst, weil du denkst, er ist noch nicht gut genug ihm deinen Chef vor die Nase zu legen. Oder du wertest dich die ganze Zeit ab und bist nie mit deiner Leistung zufrieden.

 

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Ehrgeiz, Gewissenhaftigkeit und Perfektionismus. 

 

Unter Perfektionismus verstehe ich, dass dieser sich negativ auf uns auswirkt. Negativer Perfektionismus geht oft eng einher mit dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. 

 

Doch unter Ehrgeiz und Gewissenhaftigkeit verstehe ich positiven Perfektionismus. Lass mich erklären wieso:

  • Ehrgeiz bedeutet, dass ich ein bestimmtes Ziel vor Augen habe und alles gebe, um dieses zu erreichen.

  • Unter Gewissenhaftigkeit verstehe ich, dass ich meine Aufgaben mit voller Konzentration und Zuverlässigkeit erledige. Dabei versuche ich, schon auf Details zu achten, mich aber nicht an ihnen zu verbeißen und ich kann auch Fehler tolerieren.

Um deinen Perfektionismus nach und nach loszulassen, habe ich hier noch zwei einfache Tipps für den Alltag für dich…

 

 

2 Tipps, um Perfektion einfach und leicht loszulassen

 

1. Fehler sind deine besten Freunde

 

Lerne, dass Fehler nichts Schlechtes sind. Sondern deine Freunde. Dass du aus ihnen lernen kannst und es beim nächsten Mal einfach besser machst. 

 

Verstehe, dass du deine Einstellung  zu Fehlern ändern kannst. Oft ist uns die Einstellung, dass Fehler etwas Schlechtes sind, von der Kindheit an mitgegeben. Vor allem in der deutschsprachigen Gesellschaft sind Fehler etwas Schlimmes. Von Land zu Land kann das aber unterschiedlich sein.

 

Zum Beispiel...

 

Amerikaner haben eine ganz andere Einstellung zu Fehlern. Sie haben nichts dagegen Fehler zu machen, denn sie haben verstanden, dass es diese braucht, um zu lernen und dadurch besser zu werden. Während in Deutschland Unternehmer, die Konkurs anmelden müssen, als Versager angesehen werden, ist es in den USA genau anders herum. Dort wirst du gefeiert, wenn du zum Beispiel fünf mal Insolvenz anmelden musstest, denn nun hast du all die Fehler gemacht, um ein erfolgreiches Business aufzubauen.

 

Darum verstehe, dass es wichtig ist, seine Einstellung zu Fehlern zu ändern. Fang klein damit an. 

 

Ein Beispiel zum Üben:

 

Du bist schon wieder mal zu spät zu einer Verabredung gekommen? Anstatt dich nun fertig zu machen, dass du es nicht auf die Reihe bekommst, bedanke dich. Mach es beim nächsten Mal anders. Geh früher los, plane Pufferzeiten ein und lerne aus deinem zu spät kommen. 

 

 

2. Verändere deine Glaubenssätze

 

Perfektionismus geht oft eng einher mit dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Und hier setzen wir an. Wenn du dich besser fühlen willst, fang an, deine Gedanken nach und nach zu ändern. 

 

Kommen dir folgende Gedanken eventuell bekannt vor:

  • “Ich bin nichts wert, wenn ich nicht perfekt bin”

  • “Wenn ich etwas nicht weiß, halten mich andere für dumm”

  • “Wenn ich nicht den perfekten Körper habe, finde ich nie meinen Traumpartner”

Mit solchen Gedanken im Kopf, kannst du dich natürlich nicht gut fühlen. Es ist ein Gedankenprogramm, das ganz unterbewusst abläuft, möglicherweise schon seit einigen Jahrzehnten.

 

Doch keine Sorge, du kannst deine Gedanken mit folgenden Schritten umprogrammieren:

 

1. Mach dir solche Gedanken so oft wie möglich bewusst und schreibe sie auf .

2. Wandel diese Schlechte-Laune-Gedanken in positive Sich-gut-anfühlende-Gedanken um.

3. Schreib sie dir auf einen Zettel und klebe diese überall in deiner Wohnung gut sichtbar auf. Lese sie dir zu jeder möglichen Gelegenheit durch. Das trainiert dein Gehirn wie einen Muskel und mit der Zeit programmierst du deine Gedanken um.

 

So nun kennst du den Unterschied zwischen positivem und negativem Perfektionismus. Und hast auch noch zwei Tipps, diesen loszulassen.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und Fehler machen :-)

 

Moritz Bauer

https://www.selbstbewusstsein-staerken.net/blog/

https://glueckstagebuch.net/

 



Haben euch die Beiträge gefallen? Dann schreibt uns gerne in die Kommentare?!

Habt ihr Ideen für weitere Beiträge und Themen von A bis Z?

Schreibt mir eine email an liebergluecklich(at)posteo.de

 

Habt es gut, eure Katja

Kommentare: 1
  • #1

    CreaTara (Montag, 09 September 2019 22:43)

    Oh, das mit der Pause kenne ich nur allzu gut. Sobald eine Sache erledigt ist, gehe ich oftmals sofort über zur nächsten. Warum ist es nur so verdammt schwer, sich zwischendrin eine kurze Pause zu gönnen?