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Innere Kind Arbeit für Eltern

Was tun, wenn dein "Inneres Kind" durch Elternschaft schmerzhaft wachgerüttelt wird

 

Ein Thema das mir  am Herzen liegt. Ich  beziehe mich ganz allgemein auf alle Schwangerschaften und Elternschaft. Ich selbst bin mit  28 Jahren zum ersten Mal Mutter geworden und wurde vor nicht wenige Probleme gestellt während der ersten Jahre Mutterschaft. Spätestens wenn wir Eltern werden, können tief unterdrückte Gefühle und (in der eigenen Kindheit) nicht gelebte Persönlichkeitsanteile und traumatische Erinnerungen in uns wach werden.

Auf einmal sind wir in der vollen Verantwortung uns um ein kleines hilfloses Wesen zu kümmern und haben vielleicht selbst nie gelernt die volle Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen. Mir ist es jedenfalls teilweise so ergangen.

 

Konflikte über Konflikte in der Schwangerschaft

 

Die Konflikte beginnen bei den meisten ja schon in der Schwangerschaft. Häufig stehen unsere körperlichen und emotionalen Bedürfnisse nicht gerade an erster Stelle, sondern unser (vermeintlich erwachsener) Verstand:  wir wollen alles richtig machen, da werden Ratgeber gewälzt, Vorsorgeuntersuchungen gemacht, dutzende von Lebensmitteln sind auf einmal Tabu:  Kein Alkohol, keine Zigaretten, nicht zu viel Sport, Stress vermeiden.

 

Andererseits: Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit - daher gilt im Berufsleben die Prämisse: "Weitermachen wie bisher". Da sind z.B. die Arbeitgeber, die unausgesprochen erwarten, dass man trotz Arbeitschutzbestimmungen für werdende Mütter, Nachtdienste macht, Blut abnimmt, mit infektiösen Patienten in Kontakt kommt. Aber gleichzeitig sagt das Bauchgefühl "nein". Wie nun die vom Gesetzgeber installierten Rechte durchsetzen? Was macht mehr Stress? Streit mit dem Chef oder Angst vor Infektionen?

 

Gerade in der Schwangerschaft mit dem ersten Kind sind wir Frauen wohl besonders empfindlich und ängstlich. Das kann sich auf das Kind übertragen und ist vielleicht ebenso  schädlich für die weitere Entwicklung, wie ungesunde Ernährung, Rauchen oder Infektionen. Hier zeigt sich häufig, dass wir nicht gelernt haben Grenzen zu setzen und auf unser Bauchgefühl zu vertrauen.

 

Konflikte über Konflikte - Wie können wir heutzutage überhaupt Stress in der Schwangerschaft vermeiden
Konflikte über Konflikte - Wie können wir heutzutage überhaupt Stress in der Schwangerschaft vermeiden

Zurück zum Bauchgefühl

 

Man könnte ja meinen, dass wir  mit dem größer werdenden Bauch, mehr und mehr auch auf unser Bauchgefühl hören lernen. Doch nicht immer ist das der Fall. Manchen Frauen gelingt es, sich zum Ende der Schwangerschaft von den anfänglichen Ängsten zu lösen und immer mehr zu entspannen. Bei einigen Frauen jedoch passiert das Gegenteil:

Die Sorgen nehmen zu, die bereits bestehenden Ängste werden weiter genährt durch Frauenärzte, die Medien oder negative Geburtsberichte anderer Frauen. Das führt dazu, dass diese Frauen zum Teil unnötige Vorsorgeuntersuchungen durchführen, eventuell sogar einen Kaiserschnitt planen, obwohl eine natürliche Geburt durchaus möglich gewesen wäre. Unser Gesundheitssystem scheint dies auch willkommen zu heißen, ein Kaiserschnitt ist finanziell lukrativ für die Kliniken.  Auch Schwangerschaftspsychosen und  schwere Depressionen sind keine Seltenheit. 

 

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Frauen, die (wenn sie an die richtigen Informationen kommen und auf vertrauensvolle Begleiter treffen) sich genau diesen Ängsten stellen können und sie transformieren lernen. Die hieraus entstandene Kraft kann für eine natürliche Geburt genutzt werden und stellt die notwendigen Kräfte bereit für die ersten Monate nach der Geburt. 

 


Meine Wunschgeburt - Selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt von Ute Taschner

 

 

Du wünschst dir nach deinem Kaiserschnitt beim nächsten Kind eine natürliche Geburt? Dann brauchst du eine glasklare Strategie, denn die Rate wiederholter Kaiserschnitte liegt bei unglaublichen 74%. Das heißt, nur 1 von 4 Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, erleben beim nächsten Kind eine natürliche Geburt. Und das liegt nicht an medizinischen Gründen, sondern am geburtshilflichen System und an den Umständen, unter denen heute Geburten stattfinden.


Die gute Nachricht ist, dass du auf diese Umstände durch eine gute Vorbreitung Einfluss nehmen kannst Das Buch "Meine Wunschgeburt - Selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt" liefert dir dazu die notwendigen Informationen.  

 

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Konflikte in der Partnerschaft

 

Darüber hinaus entstehen ja auch noch scheinbar neue Konflikte mit dem Partner, die meist schon vorher vorhanden waren, aber nun in Schwangerschaft und der ersten Zeit der Kindererziehung erst deutlich ans Tageslicht treten. Wir bringen unterschiedliche innere Rollenbilder mit in eine Beziehung, und eben auch verschiedenste, nicht geheilte Wunden aus unserer Kindheit - die unbewusste Erwartung ist häufig, dass die Liebe des Partners diese Wunden heilen kann. Aber nichts ist ferner von der Wahrheit:

 

Die bewusste Auseinandersetzung mit  eigenen frustrierten Bedürfnissen, inneren Rollenbildern, Werten, Verletzungen und Schattenseiten ist Voraussetzung für eine gut funktionierende Beziehung und starke Elternschaft.

Und: es ist nie zu spät damit anzufangen!

 

Wenn das innere Kind erwacht

 

Im Titel habe ich es ja schon angedeutet. Wir bekommen Kinder und sind im innersten Kern unserer Persönlichkeit selbst noch kindlich. Bedürfnisse, die in unserer Kindheit nicht ausreichend gestillt wurden (wie das Bedürfnis nach Sicherheit oder Wärme, Aufmerksamkeit und Anerkennung) werden auf einmal wieder wach.

 

Meist kommen Erinnerungen an die frühe Kindheit in Form negativer Gefühle  wieder an die Oberfläche. Das kann z.B. gereizte Wut sein, Angst oder Traurigkeit. Diese Gefühle übertragen sich schnell auf den Partner oder das Kind. Wichtig wäre, wenn wir uns dessen bewusst werden können, dass diese Gefühle aus unserem Innersten kommen - wie eine Art Hilferuf des inneren Kindes, das nun endlich nach Aufmerksamkeit verlangt. Es ist daher essentiell wichtig, dass wir uns in Situationen in denen wir z.B. wütend auf unserer schreiendes Kind sind, kurz innehalten und uns selbst fragen, was wir jetzt brauchen damit wir uns besser fühlen und die Situation meistern können. Wir müssen uns erlauben nach Unterstützung und Trost zu bitten. Wenn unsere Männer nicht verfügbar sind, sei es weil sie selbst hilflos sind, oder eben körperlich abwesend, dann müssen wir uns umsehen nach geeigneten Hilfen in der Familie, bei Freunden oder nötigenfalls bei Beratungsstellen, Behörden oder Krankenkassen.

 

Es mangelt nicht an Hilfen. Meist ist es der unbewusste Glaubenssatz in uns, der immer wieder sagt: "Du musst es alleine schaffen!" Diese Überzeugung hindert uns daran diese Hilfen zu sehen und in Anspruch zu nehmen.

                             


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